Taormina
Als kleiner Junge und Dürkheimer gab es für mich 3 Jahreszeiten: Vor dem Wurstmarkt, Wurstmarkt und nach dem Wurstmarkt.
Das "größte Weinfest der Welt" bescherte dem beschaulichen Dürkheim mehrere Tage Trubel mit sich drängelden, schubsenden Menschenmassen. Und ich genoss das.
Eines Tages machten wir uns mit unserem neuen Auto auf den Weg zur Nenntante Christel in Bonn und entschlossen uns zu einer Rast in Rüdesheim, Drosselgasse.
Da lernte ich, dass es Orte gibt auf der Welt, da ist jeder Tag Wurstmarkt.
Taormina ist so ein Ort.
Wir wohnten in einem Hotel in einer eher ruhigen Seitenstrasse.
Weil gerade renoviert wurde, hatten wir freien Eintritt in die Ruinen des antiken Amphietheaters, wovon wir gerne Gebrauch machten.
Insgesamt hatten wir ca.14 schöne Tage, angefüllt auch mit Ausflügen in die nährer Umgebung mit Zug und Bus:
Catania, Aetna-Rundfahrt, Naxas mit seinen antiken Ruinen und modernen Urlauber-Silos, schließlich Castelmola mit Aetna-Blick und zahlreichen Pimmeln.
In meiner Erinnerung mischt sich Dankbarkeit mit Wehmut:
Dankbarkeit, dass ich mit einer Frau unterwegs war, voller Neugier, voller Staunen, voller Teilnahme und Interesse
Und Wehmut, weil mir diese Frau jetzt so sehr fehlt.