Bologna
Von Leuten, die sich für kritisch halten, wird allzu oft über die allzu große Marktmacht von Amazon und dem zu großen Reichtum Jeff Bezos phillistert.
Der große Vorteil des Internets bestand aber von Anfang an darin, dass man, wie wir das 2005 getan haben, ohne große Mühe von Mutterstadt aus ein Familienhotel in Bologna oder Taormina bestellen kann,
ohne dass man dafür einen Vermittler braucht, der zusätzlich die Hand aufhält.
Leute, die Jeff Bezos reich machen, sind einfach nur zu faul, sich selbst wenigstens ein bisschen anzustrengen.
Den Ausgang aus der selbst verschuldeten Unmündigkeit muss man immer noch selber suchen. Den bringt kein unterbezahlter Logitikdienstleister
Das eigentliche Problem bei der weltweiten Vernetzung sind dagegen Sprache und Kultur.
Als wir morgens um 5 in Bologna ankamen, suchten wir als erstes ein Taxi.
Zum Glück hatte Gabi die Hoteladresse aufgeschrieben, den unsere Kompenetnz das Ziel einem Muttersprachler mündlich zu erklären, hätte fürs Ankommen nicht gereicht.
So standen wir relativ schnell todmüde vor dem richtigen Hotel. Das Hotel war dunkel und geschlossen.
Wir hatten halt ein Familienhotel gebucht, ohne Nachtportier, mit Gästen die zu normalen Zeiten anreisten.
Nach längerem Sturmklingeln erschien ein etwas verschlafener Mann, der uns klarmachen wollte, dass wir noch zu früh sind.
Ich war müde, hungrig und zornig, ausserdem einen Kopf größer. Später erklärte der Juniorchef Gabi, er habe Sorgen gehabt, ich könnte gewalttätig werden.
Schließlich konnten wir ins Bett und schliefen in den Tag.
Nachdem wir ausgeschlagen hatten, ließen wir uns Bologna faszinieren.